Pablo Brägger (STV Oberbüren) gewinnt in an den Junioren Europameisterschaften im Kunstturnen souverän als erster Schweizer Bronze im Mehrkampf. Michael Meier (STV Merenschwand) wird ausgezeichneter Fünfter.
An den Mittelländischen Nachwuchsmeisterschaften holten sich der Aargauer Nachwuchs elf Podestplätze. In den Programm 1 bis 3 dominierten sie die Konkurrenz fast nach belieben.
Quelle: Aargauer Zeitung, 9. März 2010, Alain Weber
Aargauer Frauen und Männer turnten bislang getrennt – wie lange noch?
Dem Aargauer Kunstturnen geht es prächtig, noch prächtiger sind nun die Zukunftsaussichten. Bei den Männern hat Lucas Fischer soeben den Sprung nach Magglingen geschafft, von den acht Frauen im Nationalkader in Magglingen stammen drei aus dem Aargau, und zwei weitere stehen im Juniorinnenkader. Eine davon ist Sara Catanzaro, sie wurde bereits einmal Schweizer Elitemeisterin. Im vergangenen Herbst eroberten einmal mehr die Aargauer Turnerinnen und Turner die Goldmedaillen an den Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaften.
Dennoch gehen die Frauen und Männer im Kunstturn-Kanton Aargau noch nicht Hand in Hand. Der Aargauer Turnverband und der Aargauische Kunstturnverband turnen zurzeit noch parallel. Dies ist schweizweit ein einmaliger Zustand, ein Auslaufmodell – wenn auch ein sehr erfolgreiches. Dessen Zeit nun auslaufen könnte. Denn seit ein paar Monaten laufen Gespräche zwischen dem ATV und dem AKV über einen möglichen Zusammenschluss. Konkret: Das Männerkunstturnen würde im ATV in der Abteilung Spitzensport integriert. Anlässlich ihrer Generalversammlungen werden die Vorstände ihre Mitglieder informieren und über das weitere Vorgehen sowie einem Zeitplan abstimmen lassen; der AKV macht dies bereits an seiner GV am kommenden Samstag in Lenzburg.
Einen Weltcup-Einsatz hat der 19-Jährige bereits hinter sich. Es war im November 2008, als der sechsfache Junioren-SchweizerMeister des Jahres 2007 und Schweizer Meister am Barren bei der Elite in Stuttgart zum ersten Mal Turnierluft an einem internationalen Wettkampf der Elite schnuppern durfte. Alles schien perfekt. Doch danach lief es plötzlich nicht mehr rund für den Möriker. Was war passiert?
Rückblende ins Jahr 1995: Fünfjährig begann Fischer mit dem Sport, von dem er 14 Jahre später sagen würde, dass er ohne ihn nicht leben könne. Das Talent durchlief Nachwuchs- und Juniorenkader und nahm 2006 an Junioren-Europameisterschaften teil. Bis dahin hat er mit seinen 16 Jahren bereits 11 Jahre Training hinter sich gebracht. Mit hervorragenden Resultaten im Junioren-Bereich macht er weiter auf sich aufmerksam, gewinnt nationalen Titel um Titel und holt sich schliesslich im Jahre 2008 auch bei den SM der Elite die Goldmedaille am Barren.