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Lucas Fischer ins Nationalkader berufen
Montag, 25. Januar 2010

Quelle: www.lucas-fischer-salto.ch

Zofinger Tagblatt 21. Januar 2010,Tanja Lienhard

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Einen Weltcup-Einsatz hat der 19-Jährige bereits hinter sich. Es war im November 2008, als der sechsfache Junioren-SchweizerMeister des Jahres 2007 und Schweizer Meister am Barren bei der Elite in Stuttgart zum ersten Mal Turnierluft an einem internationalen Wettkampf der Elite schnuppern durfte. Alles schien perfekt. Doch danach lief es plötzlich nicht mehr rund für den Möriker. Was war passiert?


Rückblende ins Jahr 1995: Fünfjährig begann Fischer mit dem Sport, von dem er 14 Jahre später sagen würde, dass er ohne ihn nicht leben könne. Das Talent durchlief Nachwuchs- und Juniorenkader und nahm 2006 an Junioren-Europameisterschaften teil. Bis dahin hat er mit seinen 16 Jahren bereits 11 Jahre Training hinter sich gebracht. Mit hervorragenden Resultaten im Junioren-Bereich macht er weiter auf sich aufmerksam, gewinnt nationalen Titel um Titel und holt sich schliesslich im Jahre 2008 auch bei den SM der Elite die Goldmedaille am Barren.

Ein Kämpfertyp
Kurz darauf sein erster Start an einem Weltcup-Wettkampf. Eine gute Erfahrung für den besten Schweizer Nachwuchsturner. Dann, 2009, hört man kaum noch was vom Mitglied des Satus Oftringen-Rothrist-Oberentfelden. Kein Wunder: Nach einem Bruch des Handwurzelknochens und einem Bänderriss am Fuss muss Lucas Fischer auf sämtliche Wettkämpfe 2009 verzichten. Aber er lässt den Kopf nicht hängen: «Ich habe mich in anderen Disziplinen steigern können.» Weil er am Boden noch nicht trainieren kann und es vermeidet, Sprünge zu machen, hat er sich intensiver mit dem Reck beschäftigt. Das geht so weit, dass er heute nicht sagen kann, welche Disziplin seine liebste ist. «Inzwischen mag ich wirklich alle.» Wohl auch ein Grund, weshalb die Abteilung Spitzensport Lucas Fischer ins Nationalkader berufen hat. «Ich hatte schon länger eine Anfrage aus Magglingen, habe mich aber jetzt dazu entschlossen, den Schritt zu wagen», sagt der Aargauer.

Die Entscheidung für Magglingen bedeutet für ihn noch intensivere Betreuung und noch mehr Trainingseinheiten. Bis zu 32 Stunden feilt er pro Woche an sich. Er hofft, zur Qualifikation für die EM im März wieder fit zu sein. Das ist sein Ziel – jedenfalls, was die nächsten Monate betrifft. Denn ein grosser Traum sind die Olympischen Spiele 2012 in London. Sieht man seinen Ehrgeiz, kann kaum daran gezweifelt werden, dass er das auch schaffen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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