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Mittelländische KUTU-Tage 2009 PDF Drucken E-Mail
Montag, 25. Mai 2009

mlk_2009Böschenstein riskiert zuviel

Kunstturnertage in Obersiggenthal als Hauptprobe für die Champions-Trophy

(Quelle AZ Sport, Martin Arnold)

Der Innerschweizer Danny Groves gewinnt die Mittelländischen Kunstturnertage und verwies die Aargauer Niki Böschenstein und Davor Studer auf die Plätze.

Niki Böschenstein war enttäuscht nach seinem Wettkampf: «Es war nicht mein Tag heute.» Zwei Patzer am Sprung und am Barren brachten ihn um den Sieg. Dieser ging an Danny Groves aus Grosswangen LU. Dem Aargauer fehlten am Schluss nur drei Zehntel. Dritter wurde Davor Studer aus Rohrdorf.

 

 

«Klar, ich hätte das Ding auf sicher turnen können.» Doch Risiko herausnehmen und einfacher turnen wollte und konnte der EM-Neunte Böschenstein nicht. «Das bin ich meinen Fans schuldig.» Ausserdem turnt er am kommenden Wochenende an einem exklusiven Einladungsturnier, der Champions- Trophy in Frankfurt. «Heute war auch ein Vorbereitungswettkampf für diesen Event. Es ist eine Riesenehre, zusammen mit einigen der besten Turner der Welt an dieses Turnier eingeladen zu werden.»

Doch zurück nach Obersiggenthal. Hier begann Böschenstein zusammen mit seinen Nationalmannschaftskollegen Davor Studer und Roland Häuptli am Boden. Böschenstein startete gut, souverän der Doppelsalto gestreckt. Danach hatte er oft etwas zu wenig Saltorotation und die letzte Akrobahn schloss der Schweizer Bodenmeister mit einem Knie statt mit den Füssen auf dem Boden ab.

Kein Genuss für Böschenstein

Es folgte das Pauschenpferd, ein Genuss für Studer und Häuptli, eher ein Müssen für den Schweizer Rekordmeister Böschenstein. Dieser turnte aber seine Übung mit dem Abgang über den Handstand durch. Pferd-Schweizer-Meister Studer turnte an seinem Spezialgerät schwierig und sehr sauber. Kleine Wackler in der Schlussbahn vor dem Abgang kosteten ihn einige Zehntel, über die er sich sehr ärgerte.

Die Pause mit dem Showblock war nach dem Geschmack des Publikums, doch für die Athleten war die ungewohnte Situation schwierig. Davor Studer: «Man meint, der Wettkampf sei fertig. Es ist wichtig, jetzt die Konzentration zu behalten.» Ob es an dieser Pause lag, dass Böschenstein die Spezialgeräte für seine Verhältnisse enttäuschend gelangen?

Die Aargauer kamen zum Sprung. Böschenstein zückte seine Spezialwaffe, den Roche (Dreifachsalto). Leider hatte er zu viel Energie, überdrehte, verfehlte den Stand und musste sich mit grossen Schritten auffangen, um nicht auf dem Bauch zu landen. «Ich war zu gut drauf am Sprung.»

Danny Groves ohne Patzer

Auch am Barren war der Wurm drin. «Ich habe beim Klapp-Riesen den Griff verfehlt», ärgert er sich. Bis auf diesen Fehler war es genau die EM-Übung von Mailand. Das gefiel den Zuschauern. Am Reck gab es einen versöhnlichen Abschluss für Böschenstein. Die Flugelemente, vor allem der Kovac, turnte er wie gewohnt sehr hoch und hielt sie sicher. Danach konnte er die letzte Übung seines Kontrahenten und Nationalmannschaftskollegen Danny Groves am Pferd beobachten. Nach einem sgeglichenen Wettkampf ohne Patzer reichte ihm die Note von 13,25, um vorne zu bleiben.

Glücklich über den Wettkampf war der drittplatzierte Davor Studer. Vor allem, weil er sich nicht mehr als Sechskämpfer sieht. «Reck und Ringe trainiere ich fast nicht mehr. Ich konzentriere mich auf die anderen vier Geräte, vor allem auf das Pferd.» Böschenstein hingegen war sichtlich enttäuscht. Nach dem Wettkampf wurde er aber sofort von seinen vielen Fans und den Nachwuchsturnern freudig bestürmt. Für sie war er auch heute der Beste.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 26. Mai 2009
 

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